Dieter Bohlen sagt, ich singe wie eine Schlaftablette – Mein DSDS Auftritt

Hey Peeps. Da die Castings von DSDS vorbei sind, kann ich euch jetzt endlich von meinem Jury-Casting erzählen. Ihr habt mir zu diesem Thema schon sehr sehr viele Fragen bei Instagram und Facebook gestellt und die Wichtigste beantworte ich euch natürlich zu aller Erst: Nein, ich bin nicht weiter! Das konntet ihr euch ja sicherlich denken, sonst wäre ich ja in Thailand dabei.

Jury Casting bei DSDS

Nun aber ganz vom Anfang: Bei jeder Casting-Sendung gibt es sogenannte Vorcastings in verschiedenen Städten, die man durchlaufen muss, bevor man zum Jury Casting gelangt. Das Jury-Casting fand in Köln statt. Da ich ja in Hamburg lebe, wurde ich nach Köln eingeladen und durfte dort für eine Nacht in einem Hotel übernachten. Ich durfte eine Begleitperson mitnehmen und bin dann mit meiner Freundin Jenny von Hamburg nach Köln gedüst. Das Wochenende war wirklich super und Köln ist eine schöne Stadt. Ich habe auch ein FMA für das Köln-Wochenende gedreht, wobei ich aber nichts vom Casting zeigen durfte.

Songauswahl und die Aufregung davor

Ich sollte drei Songs vorbereiten und habe mich für „Save me from myself“ von Christina Augilera, „All about that bass“ von Megan Trainor und „Price Tag“ in einer Accousticversion von Jessi J entschieden.

Am Castingtag musste ich um 8:00 Uhr da sein. Wir sind am Samstagabend um 19:30 schlafen gegangen und Sonntagfrüh um 4:30 aufgestanden, um genügend Zeit für’s Duschen, Schminken, Haare machen, Frühstücken, Einsingen und Hinfahren zu haben. Ich hätte nicht gedacht, dass ich es schaffe so früh zu schlafen, aber mit Hilfe von Beruhigungstropfen hat es tatsächlich geklappt.

Zum Glück war ich somit einigermaßen ausgeschlafen am Morgen, aber beim Frühstück habe ich vor Aufregung kein Bissen runterbekommen. Zum Einsingen blieb mir letztendlich doch nicht mehr wirklich viel Zeit und das hat mich schon ein wenig gestört.

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Vor meinem Auftritt

Als ich dort ankam mussten wir uns zuerst anstellen und Papiere abgeben und ich habe meine Nummer bekommen. Das war der erste Moment, wo ich gefilmt wurde. Alter Schwede! Das war peinlich. Ich war so überrascht, dass ich mich total verhaspelt habe.

Nach dem Einchecken ging es in diesen Raum, wo wir alle warten mussten, den ihr auch aus dem Fernsehen kennt. Dort war alles hell ausgeleuchtet, wie in einem Fernsehstudio und überall waren andere Casting-Kandidaten, Kameras und in der Mitte des Raumes stand ein großer Flügel und vorne am Eingang zwei fette Autos. Es war wirklich alles total interessant und wir wurden dann zu unserem Platz gebracht und verkabelt.

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Erste Filmszenen

Insgesamt saßen wir in diesem Aufenthaltraum ganze fünf Stunden bis ich endlich dran kam. Ich hätte niemals gedacht, dass es wirklich so lange dauert. Das war für meine Nervösität natürlich auch nicht von Vorteil. Innerhalb dieser fünf Stunden musste ich Interviews geben, wurde beim Schminken gefilmt und habe mich mit anderen Kandidaten unterhalten.

Außerdem saß ich zeitweise auf einem Sofa und durfte die Auftritte von den anderen Kandidaten verfolgen. Das war wirklich spannend und ich konnte gar nicht glauben, dass ich dort gleich auch stehen werden würde. Die Zeit vor dem Auftritt war wirklich das Längste an dem ganzen Tag. Mein Auftritt hingegen war nur 10-15 Minuten lang. PicMonkey Collage2

Mein Auftritt vor der DSDS Jury

Als mir dann mitgeteilt wurde, dass ich als nächstes dran bin, wurde ich schon echt nervös. Ich habe mich von meiner Freundin verabschiedet und bin ins Jury-Studio gebracht worden.

Als ich die Tür öffnete und den Gang zur goldenen CD runterlief, ist mir mein Herz in die Hose gerutscht. Ihr könnt euch das nicht vorstellen!! Ich hatte noch NIE in meinem Leben so ein Erlebnis. Wenn man diesen Gang runterläuft fährt über dir eine Kamera mit und unter dir gehen bei jedem Schritt auf dem Boden Lichter an. Wenn du nach rechts guckst, kannst du bereits die Jury sehen, die dich anguckt. Am Ende steht man dann vor dem Podest, wo man sich für eine CD entscheiden muss. Ich habe mich dann für die CD von Mandy Capristo entschieden.

Los geht’s

Als die letzte Tür zur Jury dann aufging, habe ich die Jury gegrüßt und mich auf den Stern gestellt. Natürlich habe ich mich zunächst vorgestellt und habe erzählt, dass ich aus Hamburg komme. Dieter hat mich gefragt, was ich momentan so mache und was ich später gerne machen möchte. Ich habe von meiner Medienschule erzählt und dass ich gerne International Management studieren möchte. Dj Antoine hat mich dann gefragt, was ich so in meiner Freizeit mache und dann habe ich von meinem Blog erzählt. Mandy ist darauf gleich eingegangen und meinte, dass sie es erstaunlich findet, wie viel Zeit wir Blogger für die kleinsten Details investieren, wie z.B. die Nummer von einem Lippenstift dazu zu schreiben. Mandy hat mich gefragt, worüber ich blogge, wie mein Blog heißt und wie viele Leser ich habe.

Falsche Songwahl

Dann wurde ich gefragt, welchen Song ich singen möchte und ich habe mich für „Save me from myself“ entschieden. Im Nachhinein war das wirklich die falsche Songwahl. Im Fernsehen habe ich gemerkt, dass die Jury mehr für Gute-Laune-Songs zu begeistern war und zwei Mädels haben ebenfalls „All about that bass“ gesungen, meiner Meinung nach nicht mal besonders gut und sind trotzdem weiter gekommen. Ich hätte mal auch diesen Song singen sollen. Dazu hatte ich mir sogar eine mini Choreographie überlegt. Jetzt denkt nicht, ich würde dort vor der Jury tanzen. Ich meine damit eher die Art zu Performen beim Singen. Wann hebe ich welchen Arm? Wann bewege ich die Hüfte? usw. Getanzt hätte ich wirklich niemals. Da wäre ich lieber freiwillig gegangen, als mich so zu blamieren. 😀

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„Safe me from myself“ ist ein Song, der sehr viel Gefühl verlangt und da ich in dem Moment UNFASSBAR aufgeregt war und am ganzen Körper gezittert habe, konnte ich mich einfach kein bisschen hinein versetzen und konzentrieren. Als ich anfing zu singen, merkte ich schon, dass das nichts wird, aber ich wollte es wenigstens durchziehen und nicht einfach aufgeben. Ich habe so lange gesungen bis Dieter mir ein Handzeichen gegeben hat. Dieter meinte dann zu mir: „Du singst wie eine Schlaftablette. “ und dass da kein Gefühl drin war. Ich habe nur gegrinst und genickt. DJ Antoine hat das dann lachend damit ergänzt, dass er vorgestern nicht einschlafen konnte und wäre ich da gewesen, hätte er es können. Heino meinte, dass er es schade findet, weil er sich mehr erhofft hat und mich gerne weiter gesehen hätte. Und Mandy meinte mit einem Sorry-Blick „Reicht mir leider nicht“. Ich habe mich daraufhin verabschiedet und für die Zeit bedankt und bin gegangen.

Glück im Unglück

Ich muss sagen, dass ich mit diesem Feedback total zufrieden bin. Ich weiß schließlich, dass ich in dieser Extremsituation einfach nicht zeigen konnte, was ich wirklich kann. Das war einfach so heftig für mich. Und dass Dieter so ein Spruch rausdrückt, ist ja typisch und keineswegs persönlich gemeint. Ich muss sagen, dass ich wirklich enttäuscht gewesen wäre, wenn sie mir gesagt hätten, dass ich überhaupt nicht singen kann, total scheiße bin oder ähnliches. Aber dass ich sozusagen langweilig, sprich ohne Emotionen gesungen habe in der Situation, ist sachliche Kritik, die ich komplett nachvollziehen, einstecken und in Zukunft umsetzen kann.

Es war eine unglaubliche Erfahrung und ich bereue es ehrlich gesagt nicht, dass ich dort mitgemacht habe. Die erste Zeit war ich ein wenig skeptisch und habe mich vor der Ausstrahlung gefürchtet, aber nachdem ein paar Castings gelaufen sind, wusste ich bereits, dass es so viele unglaublich schlechtere Kandidaten gab und daher hätte es mich auch nicht gestört, wenn sie es gezeigt hätten.

Manche von euch waren enttäuscht, dass mein Auftritt nicht gezeigt wurde. Ihr unterschätzt aber wahrscheinlich, wie viele Menschen tatsächlich zu solchen Castings gehen und auch wie viele Personen bei den Jurycastings noch dabei sind. Ich war wahrscheinlich einfach nicht schlecht genug, von denen die nicht in Recall gekommen sind und daher wurde mein Auftritt nicht gezeigt. Ich hoffe aber, ich konnte euch in diesem Blogpost ein paar Fragen beantworten. Ich hoffe, ich habe nichts vergessen und falls ihr noch weitere Fragen habt, könnt ihr mir die gerne stellen.

xoxo, Bella Julie.

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